
8-07-11
"Willkommen in Palästina" - Vertreterinnen vom Friedensbündnis Braunschweig sind dabei!
Auf Einladung von 40 Organisationen der palästinensischen Zivilgesellschaft, unter ihnen Open Bethlehem, das Widerstandskomitee Bil‘in und das Alternative Information Center werden zwei Vertreterinnen des Friedensbündnisses Braunschweig vom 8. bis zum 16. Juli nach Palästina reisen. Mit dabei ist ein Braunschweiger Gewerkschaftsvertreter.
Am 8. Juli werden mehrere hundert Gäste auf dem Flughafen Ben Gurion In Tel Aviv / Israel von ihren palästinensischen Gastgebern erwartet. Allerdings ist die Einreise nicht unproblematisch, da die israelischen Behörden Reisenden, die als Reiseziel die Westbank angeben, in der Regel abweisen. Das wollen aber alle internationalen Gäste bei der Einreise über Israel angeben. Offizielle Verlautbarungen aus Israel lassen vermuten, dass Israel die internationalen Gäste am Flughafen abfangen und sofort wieder abschieben will. Dabei besteht eigentlich kein Grund. Mehre zehntausend Menschen reisen täglich über den Flughafen Ben Gurion ein, was sind da einige hundert Friedens- und Menschenrechtsaktivisten, die eine Woche der Solidarität mit den palästinensischen Freundinnen und Freunden verbringen wollen?
Die aggressive Haltung der israelischen Regierung spiegelt das wider, was die Menschen in Palästina täglich ertragen müssen: Entrechtung, Entwürdigung und Entzug ihrer Freiheitsrechte.
„Frieden kann nur bei Gewaltfreiheit entstehen“ und deshalb reist die Ärztin Dr. Friederike Speitling mit nach Palästina, um ihre Solidarität mit dem gewaltlosen Widerstand der Palästinenserinnen und Palästinenser zu demonstrieren. Sie reist auch als Vertreterin der IPPNW, der internationalen Ärzteorganisation gegen die Verhütung des Atomkriegs/Ärzte in sozialer Verantwortung, die seit Jahren mit palästinensischen und israelischen Friedens- und Menschenrechtsorganisationen für eine friedliche Konfliktlösung zusammenarbeiten.
„Es gibt kein Recht uns abzuweisen, da Israel für uns nur ein Transitland ist, an dem wir aber leider nicht vorbei kommen“, sagt die Mitreisende Dr. Ute Lampe, die auch als Vertreterin des Bundesausschusses Friedensratschlag der Einladung folgt. „Es wäre für Israel eine Chance, auf die palästinensischen Gastgeber zuzugehen und ein Stück Normalität zuzulassen“, ergänzt sie.
Die israelischen Behörden scheinen daran aber offenbar kein Interesse zu haben, statt dessen werden die internationalen AktivistInnen als Hooligans und Terroristen kriminalisiert. Aber in der israelischen Zivilgesellschaft regt sich Kritik an den markigen Worten der Regierungsvertreter. Bleibt zu hoffen, dass die israelischen Sicherheitskräfte am Flughafen den Kopf behalten und den AktivistInnen so friedlich entgegen treten, wie diese ihnen.
Im Geiste von Salam und Shalom. Frieden für die Menschen in Palästina und Israel!
Friedensbündnis Braunschweig
ins Netz gestellt von: cs
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