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Andreas Zumach:
Die kommenden Kriege, Ressourcen, Menschenrechte, Machtgewinn. Präventivkrieg als Dauerzustand?
KiWi Taschenbücher Nr.912, 2005 Kiepenheuer & Witsch
ISBN 3-462-03641-6
Die UNO ist seit dem Irakkrieg geschwächt. Amerika hält an seiner Präventivkriegdoktrin fest. Europa träumt von politischer Emanzipation durch militärische Stärke. Das Ende des Ölzeitalters ist absehbar - bei wachsendem Energiebedarf weltweit. Gehen wir einer Epoche der Kriege um Ressourcen und »Menschenrechte« entgegen?
Nach dem völkerrechtswidrigen Krieg gegen Irak hat die Bush-Administration Syrien, Iran, Nordkorea und andere »Tyrannen- und Terrorstaaten« ins Visier genommen. In diesen Ländern sollen die Entwicklung von Massenvernichtungswaffen verhindert, Freiheit, Demokratie und Menschenrechte gefördert und damit dem Terrorismus der Nährboden entzogen werden. Doch die Androhung und Vorbereitung von Militärschlägen sind ungeeignete, ja kontraproduktive Mittel, um diese Ziele zu erreichen. Tatsächlich geht es der Bush-Administration in erster Linie darum, im zu Ende gehenden Ölzeitalter den Einfluss und die Machtpositionen der USA in der (noch) ölreichsten Weltregion Mittlerer Osten/Zentralasien zu festigen und auszubauen. Und dies in immer schärferer Konkurrenz zu Europa, China und Russland, die ihrerseits zunehmend auf die Entwicklung militärischer Gegengewichte zu den USA setzen. Sind (Welt-)Kriege um Öl noch vermeidbar? Gibt es noch Chancen für den friedlichen Ausgleich von Interessen und die gemeinsame Bewältigung der globalen Probleme im Rahmen der UNO? Diese Fragen beantwortet Andreas Zumach in seinem hochbrisanten neuen Buch.
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ATTAC Schweiz (Hrsg.):
Service Public - Perspektiven jenseits der Privatisierung
ATTAC Schweiz 1. Auflage 2005, Rotpunktverlag Broschur, € 9,50 ISBN 3-85869-302-2
Besser, billiger, bürgernäher? Eine vorläufige Bilanz der Privatisierungspolitik lässt wenig Zweifel, dass kaum eines der damit verbundenen Versprechen eingehalten worden ist: Der Imperativ des Profits drängt dazu, die kaufkräftige Nachfrage gegenüber gesellschaftlichen Bedürfnissen und erkämpften Rechtsansprüchen zu privilegieren. Und zwar ohne dass die öffentlichen Dienstleistungen dabei »besser, billiger, bürgernäher« geworden wären, wie ein Schweizer Privatisierungs-Manifest in den 1990er-Jahren versprochen hatte. Vor dem Hintergrund der Antiprivatisierungskampagnen der letzten Jahre beschreiben die Autorinnen und Autoren von Attac Schweiz die Motive und Mechanismen der Privatisierungspolitik. Die Auswirkungen werden an den Beispielen von Post und Telekommunikation, Elektrizität, Wasser, Gesundheit, Bildung und Bahn konkret aufgezeigt. Sie analysieren die Ökonomisierung des Staates im internationalen Zusammenhang mit WTO, GATS und EU. Mit der Diskussion über Demokratisierung, gesellschaftliche Aneignung und Selbstverwaltung werden überdies Wege für radikale Alternativen zur Privatisierungspolitik aufgezeigt. Service public ist der zweite Band der neuen, kleinformatigen und preisgünstigen Sachbuchreihe »Attac-Texte«.
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Mit einem Geleitwort von Hans-Jochen Vogel.
Hrsg. von Helmut Kramer u. Wolfram Wette. 2004.:
Recht ist, was den Waffen nützt: Justiz und Pazifismus im 20. Jahrhundert.
432 Seiten mit 33 Abbildungen, 22 cm, gebunden.
ISBN: 3-351-02578-5, Aufbau-Verlag, 24.90 €
Kriegsgegner hatten es nie leicht in einem Land, in dem Soldaten, Militär und kriegerische Gewalt zu den Selbstverständlichkeiten staatlicher Existenz gezählt wurden. Häufig durf-ten Kritiker es nicht einmal wagen, den Krieg als das Wesenselement des Politischen in Frage zu stellen. Erstmals zeichnen Juristen und Historiker ein Gesamtbild des Verhält-nisses von Justiz und Pazifismus im kriegerischen 20. Jahrhundert.
Das Fazit dieses ersten Gemeinschaftsprojekts von Juristen und Historikern lautet: Im Konflikt zwischen Macht und Freiheit hat sich die Justiz im Kaiserreich, in der Weimarer Republik, im NS-Staat und bis in die jüngste Zeit häufig auf die Seite der Machthaber geschlagen. Sie bediente sich dabei der strafrechtlichen Vorwürfe des angeblichen Landesverrats, der Wehrkraftzersetzung, der Nötigung. Immer wieder wurde Anklage wegen Beleidigung von Soldaten und Militärpolitikern erhoben. Die "kalte Amnestie" für Wehrmachts-Juristen, die Versuche zur Kriminalisierung von Gegnern der Wieder-bewaffnung und zur Aushöhlung des Grundrechts auf Kriegsdienstverweigerung verweisen auf die Autoritätsgläubigkeit von Richtern und ihre Nachgiebigkeit gegenüber militärischen Interessen auch nach 1945. Aber es gibt auch ermutigende Versuche, diese dominante Strömung der Justiz zu durchbrechen.
Andreas Wehr:
Europa ohne Demokratie? Die Europäische Verfassungsdebatte Bilanz, Kritik und Alternativen
PapyRossa Verlag: Köln 2004, 154 Seiten (12,90 €)
"Zu Beginn des neuen Jahrtausends beherrschen die transkontinentalen kapitalistischen Oligarchien die ganze Welt". Diese Analyse belegt der Autor mit zahlreichen Hinweisen auf die Oligarchen und deren Ideologien. Er widerlegt dabei die von den Globalisierungsbefürwortern immer wieder vorgebrachten Theoreme: "Die Globalisierung nutzt allen" - und die Wirklichkeit? Die krasseste Ungleichheit ist an der Welttagesordnung! "Die Globalisierung der Finanzmärkte eint den Planeten" - falsch: Die Globalisierung hat die Welt nicht globalisiert, sondern fragmentiert! "Der Welthandel garantiert den Weltfrieden" - eine Illusion: Im vergangenen Jahr wüteten 23 mörderische internationale Kriege und innerstaatliche Konflikte auf der Erde! mehr
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Jean Ziegler:
Die neuen Herrscher der Welt und ihre globalen Widersacher
Aufl., C. Bertelsmann Verlag, München 2003, 318 S., ISBN 3-570-00679-4 , (22,90€)
In Artikel I 40 Absatz 3 des Entwurfs für den europäischen Verfassungsvertrag heißt es: »Die Mitgliedstaaten verpflichten sich, ihre militärischen Fähigkeiten schrittweise zu verbessern«. In keiner Verfassung dürfte eine solche Aufrüstungsverpflichtung jemals gestanden haben. Diese und weitere Festlegungen wie die Einrichtung des »Europäischen Amts für Rüstung, Forschung und militärische Fähigkeiten« reichen aus, um diesen Entwurf abzulehnen gegen ihn hat sich daher inzwischen eine Kampagne formiert (www.eu-verfassung.com).
Der Entwurf enthält jedoch weit mehr als einen Schritt zur institutionalisierten Militarisierung der EU. In ihm ist mit dem Grundsatz einer »offenen Marktwirtschaft mit freiem Wettbewerb« (Art. III 69) auch das neoliberale Wirtschaftssystem festgeschrieben. Es handelt sich um einen EU-Umbauplan.
Andreas Wehr hat dies und die sich abzeichnenden Konsequenzen in »Europa ohne Demokratie?« glänzend analysiert. Als Mitarbeiter der linken Fraktion im Europäischen Parlament, der GUE/NGL, nahm er an allen Sitzungen des Verfassungskonvents teil. Der Insider räumt gleich zu Beginn mit der Legende auf, beim Konvent habe es sich um so etwas wie eine verfassunggebende Versammlung gehandelt. Tatsächlich waren dort jeweils ein Regierungsvertreter, je zwei Abgeordnete nationaler Parlamente und 16 Europaabgeordnete sowie zwei Vertreter der EU-Kommission versammelt.
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Karl Peter Fritzsche:
Menschenrechte. Eine Einführung mit Dokumenten
Schöningh, 2004, 422 S. zahlreiche Abb., ISBN: 3-8252-2437-6, (15,90 €)
Dieser aktuelle Band bietet eine fundierte und leicht verständliche Hinführung zur Thematik der Menschenrechte. Die didaktisierte Darstellung und die typographische Gestaltung unterstützen dabei das Verstehen. Mit zahlreichen Fotos, Schaubildern und Internetlinks werden Geschichte, gegenwärtiger Stand und zukünftige Perspektiven der Verankerung und Fortentwicklung der Menschenrechte dargestellt. Ein durchgängig deutschsprachiger Dokumententeil bietet Material für die Arbeit in Seminaren und Kursen.
"Es ist fuer Einsteiger in die Thematik geschrieben und fuer "Eingeweihte", die mit Einsteigern arbeiten. Ich habe versucht, ein Buch zu schreiben, das ich selber gerne gelesen haette, als ich begann, mich mit den Menschenrechten zu beschaeftigen." (Fritzsche)
K. Peter Fritzsche, Jg 1950, Inhaber des UNESCO-Lehrstuhls für Menschenrechtserziehung an der Universität Magdeburg, Mitglied des Bundesvorstands der Deutschen Vereinigung für Politische Bildung Veröffentlichungen: Die Stressgesellschaft 1998.; Mitherausgeber und Autor: Menschenrechte zwischen Anspruch und Wirklichkeit 2000; Tolerance in Transition 2001; Tolerance Matters 2003.
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Karla Schefter:
Weil es um die Menschen geht. Als Krankenschwester in Afghanistan
Ullstein Bücher Nr.36382. 2. Aufl. 2003, 333 S. - ISBN: 3-548-36382-2, (8,95 €)
1989 kam die deutsche Krankenschwester Karla Schefter nach Afghanistan – in ein völlig zerstörtes und verarmtes Land. Unter Lebensgefahr begann sie, den Kriegsverletzten und Kranken zu helfen und afghanische Krankenpfleger auszubilden. Mit viel Mühe baute sie im Laufe der letzten zwölf Jahre aus zwei notdürftig eingerichteten Räumen in einem ehemaligen Kraftwerk einen ganzen Krankenhauskomplex auf. Obwohl die Taliban allen Frauen Arbeit außer Haus unter Androhung grausamer Bestrafung verboten haben, ermöglichte Karla Schefter Ärztinnen, Schwestern und Hebammen, bei ihr zu arbeiten.
In diesem Buch beschreibt sie ihre Arbeit in einem Land, das seit dem 11. September 2001 auf so unglückselige Weise zum Mittelpunkt politischen und militärischen Handelns geworden ist und leistet einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der Menschen und ihrer Kultur in Afghanistan.
Walter Schürmann:
Und die Finsternis hat’s nicht begriffen
Slices Of Life 2003, 129 S. - ISBN 3-934652-38-7 (9 €)
Ein außergewöhnliches Buch, in dem es Schürmann gelingt, seine persönlichen Gedanken und Empfindungen über das Schicksal des Individuums im Spannungsfeld zwischen Krieg und Frieden in Gedichtform besonders eindrucksvoll darzustellen. Er berichtet über das eigene Engagement in der Hitlerjugend ( „blind, gläubig und gehorsam“ gegenüber einem verbrecherischen Regime ) und zeigt so die Militarisierung der Zivilgesellschaft in der damaligen Zeit, die zum 'totalen Krieg' führte.
Entscheidend das Schlüsselerlebnis: die Kehre des damals Sechzehnjährigen, bei dem sich wenige Tage vor dem Fronteinsatz als SS-Mann die Erkenntnis durchsetzt , dass er "auf Befehl Menschen töten sollte, die mir nichts getan hatten". Kurz entschlossen ‚desertiert‘ er drei Tage vor der Überstellung zur Truppe. Eine Kostprobe das Gedicht "Mein Ehrenmal", dem er Hitlers zynische Feststellung "Der Soldat kann sterben, der Deserteur muss sterben".
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Schmid, Margit R.; Schmid, Alice:
I killed people, dtsch. Ausgabe.
Wenn Kinder in den Krieg ziehen.
Mit e. Vorw. v. Joseph Deiss. 2001. 157 Seiten. mit zahlreichen Fotos. Kartoniert. ISBN: 3-88977-599-3, Lamuv Verlag, 9.90 EUR
Weltweit, so schätzen die Vereinten Nationen, sind 300.000 Kindersoldaten - Jungen und Mädchen - im Einsatz. Am schlimmsten ist die Situation in Afrika. Dort werden sogar siebenjährige Kinder zum Dienst in meist marodierenden Kampfverbänden gezwungen.
Mit einigen ehemaligen Kindersoldaten hat die Schweizer Filmemacherin Alice Schmid den preisgekrönten Film "I killed people" im westafrikanischen Liberia gedreht. Die Gespräche und Interviews sind Mittelpunkt dieser Dokumentation, ergänzt mit Hintergrundinformationen.
Der Film kann als Video beim Friedenszentrum ausgeliehen werden.
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Vidal, Gore:
Ewiger Krieg für ewigen Frieden. Wie Amerika den Hass erntet, den es gesät hat.
2002. 131 Seiten. Kartoniert. ISBN: 3-434-50539-3, Europäische Verlagsanstalt, 13.50 EUR
Gore Vidal sieht die Attentate des 11. September nicht losgelöst als "Angriff auf die westliche Zivilisation", sondern begründet im Verhalten der USA als einer "imperialen Nation"; er erkennt Parallelen zwischen Amerikas gewalttätiger Einmischung in die inneren Angelegenheiten fremder Staaten und der Einschränkung der Grundrechte der amerikanischen Bürger, spätestens nach dem Oklahoma-Attentat von 1995 und Präsident Clintons Anti-Terror-Programm, das dem FBI militärische Mittel gegen das eigene Volk erlaubt.
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Aicher, Otl:
Innenseiten des Kriegs.
Fischer Taschenbücher Bd. 13795. 1998. Kartoniert. ISBN: 3-596-13795-0, Fischer Verlag, 8.45 EUR
Wie es trotz allem möglich war, sich im Deutschland der Kriegs- und Nazi-Zeit Freiheit und Selbstachtung zu bewahren, beschreibt dieses ganz außergewöhnliche Buch. Otl Aicher hat diese Aufzeichnungen der Erinnerung vierzig Jahre nach Kriegsende publiziert. In einer Zeit, in der die Soldaten eine eigene Ehre zugespochen bekommen sollen und die Bundeswehr als Werkzeug der Politik für Auslandseinsätze benützt wird, ist dieses Buch so aktuell wie wichtig. Textprobe: -wer sich mit der Opposition im Kopf zufrieden gibt, zieht sich in die bürgerliche Unverbindlichkeit zurück und trocknet darin aus.
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Grefe, Christiane; Greffrath, Mathias; Schumann, Harald:
attac. Was wollen die Globalisierungskritiker?.
2002. 221 Seiten. Kartoniert. ISBN: 3-87134-451-6, Rowohlt Verlag, 12.90 EUR
"Globalisierung von unten - entwaffnet die Finanzmärkte!"
Unter diesem Leitspruch hat sich eine Bewegung formiert, die weltweit gegen die Auswüchse der Globalisierung und für eine gerechte Verteilung des Wohlstands kämpft. Immer mehr Menschen, auch in Deutschland, schließen sich dem Netzwerk von Attac an. Das erste Buch über die spektakuläre Protestbewegung, die im Begriff ist, die Agenda der Weltpolitik zu verändern.
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Roy, Arundhati:
Die Politik der Macht.
2002. 312 Seiten. Kartoniert. ISBN: 3-442-72987-4, BTB bei Goldmann, 8.00 EUR
Mit der Publizierung ihres Essays „Wut ist der Schlüssel" (FAZ , September 2001) über die Ereignisse um den 11. September 2001, wurde Arundhati Roy (Autorin des Romans ‚Der Gott der kleinen Dinge‘) vielen Lesern hier in Deutschland als politisch denkende und handelnde Schriftstellerin aus Indien bekannt. Ihr Buch „Die Politik der Macht" sammelt politische Texte, die sich v.a. mit Indien befassen.
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Michael Moore:
Stupid White Men, dtsch. Ausgabe.
Eine Abrechnung mit dem Amerika unter George W. Bush
2002. 329 Seiten. Kartoniert. ISBN: 3-492-04517-0, Siedler Verlag, 12.00 Euro
Bananenrepublik USA: Im weißen Haus sitzt 'Baby Bush mit seiner Kamarilla', ein Präsident, der nie gewählt wurde, und der regieren läßt - hauptsächlich von Geschäftsfreunden seines Vaters. Die Lage der Nation ist entsprechend: die Außenpolitik eine Serie von haarsträubenden Fehlentscheidungen, die Börse entpuppt sich als eine Spielwiese für Betrüger, viele Anleger sind ruiniert, die Wirtschaft auf Talfahrt.
In dieser Abrechnung voll boshaftem Witz zeigt Michael Moore, was alles schief läuft in der einzig noch verbliebenen Weltmacht USA. Er schont dabei nichts und niemanden, zeigt die Schwächen des politischen Systems ebenso auf wie die Auswirkungen des ungebremsten Kapitalismus.
Michael Moore gelingt es eine seltene Mischung aus knallhartem politischen Buch und witziger Satire, die niemanden gleichgültig läßt.
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Stiglitz, Joseph E.:
Die Schatten der Globalisierung.
2002. 303 Seiten. Buchleinen (Gewebe). ISBN: 3-88680-753-3, Siedler Verlag, 19.90 EUR
Globalisierung bedeutet zunächst nur das stärkere Zusammenwachsen der Volkswirtschaften. Die Klagen wenden sich dagegen, wie dieser Prozess vollzogen wird - besonders von Institutionen wie dem Internationalen Währungsfonds (IWF). Joseph Stiglitzzeigt, wie sehr die Ideologie freier Märkte und die Interessen der Finanzbranche und multinationaler Unternehmen dominieren, wie wenig die Politik es vermag, diesen Prozess zu steuern. Dieses Buch ist ein leidenschaftliches Plädoyer dafür, die Weltwirtschaft nicht dem freien Spiel der Kräfte zu überlassen, aber auch eine schonungslose Analyse, wie die staatlichen oder institutionellen Eingriffe scheitern, weil sie so vor allem auf die Entwicklungsländer nicht anwendbar sind. Als Beispiele wähltder ehemalige Chefökonom der Weltbank Osteuropa und Russland. Alle sagten, wenn diese Länder ihr ineffizientes Wirtschaftssystem abschaffen würden, käme der Wohlstand. Dann lenkte der IWF den P rozess - und der Wohlstand kam nicht. Das Bruttosozialprodukt sank um 40 Prozent, mehr als die Hälfte der Kinder leben in Armut, die Lebenserwartung ist gesunken, auch wenn es währungspolitische Erfolge gibt.
Was sind die Ursachen, was die Folgen jenes Prozesses weltweiter wirtschaftlicher Verflechtung? Die Deregulierung der internationalen Finanzmärkte war ein wesentlicher Grund für die Asienkrise Ende der neunziger Jahre. Joseph Stiglitz nimmt die Welthandelsorganisation in Augenschein, deren Agenda vom Norden beherrscht ist, während die Länder des Südens immer mehr in Armut versinken. Er führt uns nach Argentinien und zeigt die tiefgreifende wirtschaftliche Krise eines Landes, das mit seiner enormen Arbeitsflexibilität und seinem Lohnrückgang als Musterknabe der Weltwirtschaft galt. Stiglitz legt die Funktionsweisen von Institutionen wie der Weltbank ebenso offen wie die operativen Geschäfte der Weltkonzerne. Er deutet den offenen und massiven Protest gegen die Weltwirtschaftsgip fel von seiner Wurzel her.
Dieses Buch ist ein Plädoyer für einen dritten Weg zwischen Laisser-faire und Sozialismus. Das Ziel, so Joseph Stiglitz, darf nicht die Deregulierung der Märkte sein, sondern der Aufbau des richtigen regulatorischen Rahmens.
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Chomsky, Noam:
Offene Wunde Nahost.
Israel, die Palästinenser und die US-Politik. 2002. 352 Seiten. Gebunden.
ISBN: 3-203-76014-2, Europa Verlag, 19.90 EUR
Welche Chancen hat Israel? Und welche haben die Palästinenser? Der politische Aktivist Noam Chomsky, Professor am Massachusetts Institute of Technology und Träger zahlreicher Ehrendoktorwürden, analysiert das Verhältnis zwischen Israel und den Palästinensern speziell unter Einbeziehung der US-amerikanischen Politik und Propaganda.
"Krieg ums Erdöl" Wirtschaftliche Hintergründe (nicht nur des Afghanistankrieges)
Dez. 2001, DIN A4, 32 Seiten, 3.00 EUR
Herausgeber: ISW (Institut für sozialökologische Wirtschaftsforschung München), Selbstverlag
zu beziehen über den GUTEN-MORGEN-Buchladen, BS, Bültenweg 87
Chossudovsky, Michel:
Global Brutal. Der entfesselte Welthandel, die Armut, der Krieg.
zu beziehen bei ZWEITAUSENDEINS: 12.75 EUR.
Der Wirtschaftsprofessor Chossudovsky aus Ottawa, entlarvt in seinem neuesten Buch so deutlich wie bisher kaum jemand den aggressiven antidemokratischen Geist der Globalisierung.
Huffschmid, Jörg:
Politische Ökonomie der Finanzmärkte. (attac-Lesetipp)
VSA-Verlag, 288 Seiten, 16.50 EUR
Ein schwieriges Thema zugleich wissenschaftlich aber auch für den Einsteiger verständlich dargestellt.
Altvater, Elmar und Mahnkopf, Birgit:
Globalisierung der Unsicherheit - Arbeit im Schatten, schmutziges Geld und informelle Politik. (attac-Lesetipp)
Dampfboot-Verlag, 393 Seiten, 24.80 EUR
Steuerflucht und Geldwäsche, Zunahme ungesicherter Arbeitsverhältnisse, Ausbreitung von Korruption und Auflösung von Staatlichkeit ...
Fesser, Gerd:
Der Traum vom Platz an der Sonne. (GUMO-Lesetipp)
Donat Verlag, Hardcover, 239 Seiten, 18.80 EUR, ISBN 3-931737-03-9
Fesser schildert deutsche „Weltpolitik“ von 1897 bis 1914. Er erhellt eine Periode, die geprägt war von kolonialen Abenteuern und politischem Größenwahn. Vielleicht ist es wichtig, sich gerade jetzt mit dieser Periode zu beschäftigen, da deutsche Soldaten heute wieder weltweit tätig sind.