Navigation: Servicemenü:

Navigation: Hauptmenü:


-->

Artikel:



JW: "Rassist des Tages: Avigdor Lieberman"
 

 
6-11-06
 

junge welt: »Juden und Araber können niemals zusammenleben«, erklärte der stellvertretende israelische Ministerpräsident Avigdor Lieberman in einem Interview mit der britischen Tageszeitung The Sunday Telegraph. Laut Liebermann ist »Trennung die beste Lösung«. Er schlägt deshalb vor, den Besitz der arabischen Staatsbürger zu beschlagnahmen und sie aus Israel zu verjagen. Daß Israels arabische Minderheit ein »Problem« ist, das durch eine »chirurgische Entfernung (der Araber aus Israel) ein für alle Mal gelöst« werden muß, wenn »Israels Charakter als jüdisch-zionistischer Staat erhalten bleiben soll«, hatte der Anhänger ethnischer Säuberungen bereits kürzlich im israelischen Armee-Radio erklärt. Unlängst konnte der jüdische Nazi Liebermann sogar ungestraft dazu aufrufen, alle arabischen Abgeordneten des israelischen Parlaments, die Kontakt zur Hamas haben oder Israels Unabhängigkeitstag nicht feiern, zu exekutieren.



Gegen die Palästinenser soll die Olmert-Regierung nach den Vorstellungen Liebermans noch brutaler vorgehen, als es die israelische Soldateska bereits ohnehin tut. Lieberman, der von 1993 bis 1996 Likud-Generalsekretär war – der damaligen Partei Olmerts –, 1996/97 Kabinettschef von Israels Premier Netanjahu und nach Gründung einer eigenen Partei bis 2004 Minister unter Scharon, schlug vor drei Jahren vor, die Palästinenser in Busse zu packen, zum Roten Meer zu fahren, um sie dort zu ertränken.

 

Der 1958 in der Sowjetunion geborene und 1978 eingewanderte Rassist und Zionist verlangte letzte Woche, in Gaza »alles zu zerstören«. Seit 2002 fordert Lieberman die israelische Armee dazu auf, in Gaza »keinen Stein auf dem anderen zu lassen« und auch zivile Ziele wie Geschäfte, Banken und Tankstellen dem Erdboden gleichzumachen. Am 30. Oktober wurde er als »Minister für Strategische Bedrohungen« im Olmert-Kabinett vereidigt, seine Auffassungen sind Mainstream und in der israelischen Führung angekommen. Zu Recht bezeichnete ihn unlängst die liberale israelische Tageszeitung Haaretz als »strategische Bedrohung« – für Israel.

 

(rwr) junge welt - 06.11.2006









 


«« Zurück zur Übersicht

 

Link zur Druckversion Druckversion/Inhalt in einem neuen Fenster

 

webdesign: corinna senftleben
umgesetzt mit typo3
und freundlicher Unterstützung
von Sascha Dengler, Fa. con5