Für jede zerstörte Waffe werden zehn neue produziertWeltweit sind rund 640 Millionen Schusswaffen in Umlauf; damit kommt auf zehn Menschen eine Waffe. Etwa 14 Milliarden Schuss Munition werden jährlich hergestellt - zwei für jeden Erdenbürger. Jedes Jahr werden hunderttausende Menschen Opfer von illegalen Schusswaffen. Millionen von Männern, Frauen und Kindern leben in ständiger Angst vor bewaffneter Gewalt. Dennoch sind rund 1249 Firmen in über 90 Ländern an der Produktion von Kleinwaffen und leichten Waffen beteiligt. Diese aufrüttelnde Bilanz legten die Organisatoren der Kampagne “Waffen unter Kontrolle!” zum Internationalen Tag für die Vernichtung von Waffen vor. [amnesty international] Quelle: www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,291675,00.html Die meisten Staaten verkaufen alte und nicht mehr benötigte Waffen, statt sie zu vernichten.
Berlin, 9. Juli 2004 - Weltweit sind rund 640 Millionen Schusswaffen in Umlauf; damit kommt auf zehn Menschen eine Waffe. Etwa 14 Milliarden Schuss Munition werden jährlich hergestellt - zwei für jeden Erdenbürger. Jedes Jahr werden hunderttausende Menschen Opfer von illegalen Schusswaffen. Millionen von Männern, Frauen und Kindern leben in ständiger Angst vor bewaffneter Gewalt. Dennoch sind rund 1249 Firmen in über 90 Ländern an der Produktion von Kleinwaffen und leichten Waffen beteiligt. Diese aufrüttelnde Bilanz legten die Organisatoren der Kampagne “Waffen unter Kontrolle!” zum heutigen Internationalen Tag für die Vernichtung von Waffen vor.
Die meisten Staaten verkaufen alte und nicht mehr benötigte Waffen, statt sie zu vernichten. Nur drei Länder - Nigeria, Litauen und Südafrika - verfolgen eine Politik der systematischen Vernichtung aller überschüssigen oder konfiszierten Waffen. Jedes Jahr werden rund eine Million Waffen aus zivilem Besitz gestohlen oder gehen verloren.
Das Ergebnis in Zahlen: Den 800.000 Waffen, die jährlich vernichtet werden, steht das Zehnfache an neu produzierten Waffen gegenüber. amnesty international, Oxfam und das Internationale Aktionsnetzwerk zu Kleinwaffen IANSA fordern deshalb ein rechtlich verbindliches internationales Abkommen, das alle Rüstungstransfers strikt kontrolliert und völker- und menschenrechtsverletzende Waffengeschäfte verbietet. Das Abkommen soll bis zum Jahr 2006 zustande kommen.
Der Internationale Tag für die Vernichtung von Waffen wurde 2001 im Rahmen der ersten Internationalen Konferenz zu Kleinwaffen eingeführt. In diesem Jahr finden öffentliche Vernichtungsaktionen u.a. in Brasilien, Südafrika, Großbritannien und Kambodscha statt.
Die Zahlen beruhen auf den Angaben des Small Arms Survey 2004 des Forschungsprojekts “Small Arms Survey” am Genfer Graduate Institute of International Studies (http://www.smallarmssurvey.org).
Quelle: www2.amnesty.de/internet/deall.nsf/windexde/PR2004059 |
«« Zurück zur Übersicht
Druckversion/Inhalt in einem neuen Fenster




